Die Französische Revolution - Jahre des Zorns (2); Das Erste
Die Französische Revolution befindet sich in ihrer letzten
Phase: Robespierre hat ein Regime des Terrors errichtet, in Paris steht die
Guillotine nicht mehr still. Auf die schwarze Liste des „Tugendhaften“ geraten
nicht nur Royalisten und Gemäßigte, sondern auch Robespierres frühere
Weggefährten. Als das neue Regime Danton verhaften lässt, kommt es zu einem
Duell der Giganten, das für den weiteren Verlauf der Revolution entscheidend
sein wird.
Der letzte Teil des vierteiligen Epos beschäftigt sich mit
dem spannendsten und umstrittensten Kapitel der Revolution: der sogenannten
Schreckensherrschaft.
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Robespierre (Andrzej Seweryn) versteht nicht, warum die Welt
sich ‘seiner’ Revolution zu widersetzen beginnt. Er hat mit einem neuen
Exekutivorgan, dem Wohlfahrtsausschuss, praktisch eine Diktatur errichtet; die
Guillotine steht nicht mehr still, der Henker Sanson (Christopher Lee) ist zum
meistbeschäftigten Mann in Paris geworden. „Lasst Terror das Gebot der Stunde
sein“ predigt Saint-Just (Christopher Thompson), Robespierres rechte Hand, im
Konvent - die Revolution frisst ihre Kinder. Zuerst fallen die gemäßigten
Girondisten. Dann beginnt das Regime, die Fraktionen der Linken gegeneinander
auszuspielen. Danton (Klaus Maria Brandauer), der nach dem Tod seiner geliebten
Frau Gabrielle (Marianne Basler) wieder geheiratet und die Politik
vernachlässigt hatte, kehrt auf die Pariser Bühne zurück, kann sich aber nicht
zu einem eindeutigen Kurs entschließen. Er lässt zu, dass Robespierre die
wichtigsten Vertreter der bei den Massen beliebten Partei des Radikalen Hébert
(Georges Corraface) in den Tod schickt, und findet sich bald selbst auf der
schwarzen Liste - gemeinsam mit seinem Freund Desmoulins (François Cluzet), der
begonnen hat, in seiner Zeitung für Menschlichkeit und Brüderlichkeit zu
plädieren. Der Sieg über die Österreicher bei Fleurus verschafft Frankreich
zwar eine militärische Atempause. Aber im Innern geht der Kampf weiter. Als
Robespierre seine früheren Weggefährten Danton und Desmoulins verhaften lässt,
kommt es zum entscheidenden Duell zwischen den Giganten der Revolution.
Die Pariser, so hieß es, konnten den Geruch des Blutes nicht
mehr ertragen - deshalb musste die Guillotine während der „Schreckensherrschaft“
beständig verlegt werden. Der vierte und letzte Teil der Revolutionsgeschichte
beschäftigt sich mit einem Kapitel, das selbst in der Fachwissenschaft
umstritten ist. Dabei gelingt Richard Heffron mit seiner Crew eine schwierige
Gratwanderung zwischen dramatischer Überhöhung und historischer Korrektheit.
Als Gaststar ist Christopher Lee in der Rolle des Henkers Sanson zu sehen.
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