Auf nach Europa!; ARTE
Eugène war sein ganzes Leben lang Bauer in den französischen
Cevennen, heute ist er in Rente. In der rauen, schneereichen Bergregion ist das
Leben alles andere als einfach, denn das nächste Dorf ist meist weit entfernt.
Eugène ist „seit Ewigkeiten“ Bauer in den französischen
Cevennen. Er wuchs in einer Zeit auf, als die Arbeit noch sehr mühselig war und
man in Holzschuhen ging. Heute ist das Leben leichter, worüber er sich freut,
aber auf die Zukunft setzt er dennoch keine großen Hoffnungen. Eugène hilft
seinem Sohn, dem letzten Bauern des Dorfes. Die Kamera begleitet den alten Mann
durch den Cevennen-Nationalpark. In seinem für die Region typischen Dialekt
macht er seiner Unzufriedenheit Luft und beschreibt, wie die Dörfer verlassen
werden, die Schulen schließen, das Vieh nicht mehr zum Weiden auf die Almen
getrieben wird und dass es keine Forellen mehr gibt. Einige leerstehende Häuser
wurden wieder aufgebaut, aber die Besitzer bleiben nur im Sommer da, nie in der
kalten Jahreszeit.
Eugène selbst genießt die Annehmlichkeiten des modernen
Lebens und ist zufrieden, dass er die Tür des Brotofens nicht mehr mit
Kuhfladen abdichten muss, selbst wenn das Brot nicht mehr so schmeckt wie
früher.
Die Weidewirtschaft, die einst die Landschaft der Cevennen
prägte und die Eugène so liebt, ist im Begriff, zu verschwinden. Unkraut,
Wälder mit minderwertigem Holz und Gestrüpp überwuchern das Land. Und auch
seine Enkel stellen sich jetzt die existenzielle Frage, die hier alle bewegt:
Bleiben oder weggehen?
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