Flüsse der Genüsse; SWR RP
Die Saar
Die Saar hat mehrere Quellen. Die bekanntesten sind die
Weiße und die Rote Saar. Sie umrahmen den 1009 m hohen Donon, den heiligen Berg
der Kelten und Römer, Wasserscheide zwischen Rhein, Mosel und Saar, Grenze
zwischen Elsass und Lothringen.
Vom Donongipfel in den Nordvogesen fließt die Saar knapp 250
Kilometer durch Lothringen und das Saarland bis nach Rheinland-Pfalz.
In Frankreich schlängelt sie sich durch Wald und Wiesen,
speist viele Forellenteiche oder Sägemühlen mit ihrem frischen Wasser.
Schon bald nach Hermelange, wo sich die beiden Quellflüsse
zu einem Fluss vereinigen mündet die junge Saar in den Rhein-Marne-Kanal. Die
künstliche Wasserstraße war lange Zeit die Lebensader der Region. Wo Früher
Lastkähne Kohle, Kies und Kali beförderten, schippern heute Freizeitkapitäne
auf Hausbooten durch Lothringen.
In Saargemünd kann man nicht nur gut essen, sondern auch die
einst europaweit bekannte Steingutproduktion in Museen bewundern. Von
Saargemünd an bildet die Saar elf Kilometer lang die Grenze zwischen Frankreich
und Deutschland.
Für die Kohle, Eisen und Stahlindustrie des Saarlandes war
die Saar lange Zeit ein wichtiger Transportweg für Rohstoffe und Fertigprodukte.
Heute kann man etwa in Saarbrücken an den Ufern der Saar mediterranes Flair
genießen. Von Saarbrücken aus lohnt ein Abstecher nach Völklingen - berühmt
durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte.
In Merzig gibt es einen in Europa einmaligen Wolfspark, in
Mettlach Villeroy & Boch, die weltweit agierende Keramikmanufaktur.
Rheinland-Pfalz ist geprägt von Weinbergen. Hier zeigt sich die Saar von ihrer
schönsten Seite. Zu den kulinarischen Genüssen, die man an ihren Ufern immer
wieder entdecken kann, gesellt sich nun der Wein. Der Saar-Riesling gehört zu
den besten Weinen der Welt.
Mittelpunkt dieses Weinparadieses ist Saarburg. Bei Konz,
ganz in der Nähe der Kaiserstadt Trier mündet die Saar - oder wie Goethe sie
nannte - das „ansehnliche Wasser“ in die Mosel.
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