"Paris ist alles, was du willst!" Was Frédéric Chopin vor etwa 150 Jahren gesagt hat, gilt heute noch immer. Grandiose Boulevards und verwinkelte Gassen, berühmte Monumente und verfallene Hinterhöfe, tolle Boutiquen und exklusive Restaurants, kleine Bistros und Szenekneipen, trostlose Vororte und trendige Sanierungsgebiete, imposante Opernhäuser und verqualmte Jazzkeller, standesbewusste Bürger, ausgeflippte Künstler, Clochards und Studenten, Glanz und Elend einer Metropole in unzähligen Abstufungen und Schattierungen – in Paris gibt es einfach alles. Egal welches Paris man als Gast sucht, das Moderne oder das Nostalgische, das Lebhafte oder das Intime, sein besonderes Flair erfährt nur, wer sich auch einmal treiben lässt. Wer sich die Zeit nimmt, das Leben auf den Straßen und Plätzen, in den Cafés und auf den Märkten zu beobachten, der wird sein ganz persönliches Verhältnis zur zweifelsfrei schönsten Stadt der Welt herstellen. Paris ist eine Bühne – mit der Geschichte als Kulisse und dem Leben als ununterbrochen gespieltem Stück. Einen Akt daraus zu sehen – das könnte das Ziel einer Fahrt nach Paris sein.

Wenn man den Trubel der Großstadt einmal hinter sich lassen möchte, ist man schon in weniger als einer Stunde in anderen sehenswerten historischen Städten, an prunkvollen Schlössern und in großartigen Naturlandschaften – an Orten, die in puncto Besucher unter der Nachbarschaft von Paris leiden und nicht zur vollen Geltung kommen. Dabei ist die Ile de France im historischen Sinne wohl die wichtigste Region Frankreichs. Übrigens auch im demografischen Sinne, denn auf nicht einmal 4% der Fläche des Landes leben über 20% der gesamten französischen Bevölkerung. Klicken Sie mit dem Mauszeiger auf einen Informationspunkt in der Karte und Sie erhalten Tipps und Wissenswertes vom Frankreich-Spezialisten.

Reisetipp: Guingettes-pied dans l’eau

In den Ausflugslokalen an den Flussufern von Seine und Marne außerhalb von Paris, den legendären Guinguettes, amüsierten sich früher die Impressionisten bei Wein und Tanz. Auch der ein oder andere kleine Dieb führte einst seine Freundin hierher, wurden doch keine Steuern auf Wein und andere Alkoholika wie Anisschnaps erhoben. Die Zeit der Steuerfreiheit ist leider längst vorbei, doch die Beliebtheit der Guinguettes hat es keinen Abbruch getan. Gerne besucht werden am Marne-Ufer das Le Petit Robinson und, etwas rustikaler auf einer kleinen Marne-Insel, die Guinguette de l’Ile du Martin-Pècheur. Wann schauen Sie auf Speis, Trank und Tanz vorbei?

Wissenswertes: Versailles "Grandes Eaux" (große Wasserspiele)

Versailles ist das meist besuchte Schloss Frankreichs. Das Hauptgebäude, die Gärten und die beiden Lustschlösser Grand Trianon und Petit Trianon entstanden auf dem Höhepunkt der Königsmacht in Frankreich. Versailles ist noch heute Inbegriff der absoluten Monarchie. Besonders sehenswert ist auch der Park, der vom berühmten Landschaftsarchitekten André Le Nôtre angelegt wurde und zum Vorbild vieler anderer Parks à la française wurde. Wer beim Besuch ein besonderes Ereignis sucht, sollte sich die Wasserspiele im Park von Versailles nicht entgehen lassen, die im Sommer wöchentlich stattfinden. Die Brunnen und Fontänen des Schlossparks werden zum Leben erweckt. Die Fontänen tanzen im Einklang mit der Musik. Die "Grandes Eaux" sind eine Annäherung an das prachtvolle Schauspiel das sich im 18. Jh., dem sogenannten "Grand Siècle" darbot.

Essen & Trinken: Couscous, Pizza oder Nasi Goreng?

Wer in Paris typisch essen gehen möchte, wird fündig: typisch marokkanisch, typisch italienisch, typisch asiatisch –  natürlich auch typisch französisch! In Paris gibt es für jeden Geschmack etwas! Unzählige Restaurants haben sich auf eine Nationalität oder Region spezialisiert. Kaum eine Stadt bietet so eine Auswahl an. Paris ist auch ein Wallfahrtsort für Gourmets und verfügt über eine Vielzahl exklusiver Sternerestaurants sowie über unendlich viele kleine Restaurants mit erlesener Küche. Eines der ältesten und exklusivsten Restaurants ist das Tour d’Argent in Paris, besonders bekannt für seine Entengerichte. Dort werden die verkauften Enten gezählt und der Gast bekommt zum Andenken eine nummerierte Ansichtskarte. 1910 aß der frühere US-Präsident Theodore Roosevelt Ente Nummer 33.642, etwa 45 Jahre später verschlang Charlie Chaplin Nummer 253.652. Berühmtheiten wie Elton John, Nicole Kidman oder der Fußballer Ronaldo testeten die Vögel in jüngerer Zeit.

Rezept für Croque Monsieur — Frankreichs Klassiker

Wussten Sie, dass zum ersten Mal 1920 im Café du Boulevard des Capucines der Croque Monsieur serviert wurde? Es ist für viele Franzosen der Mittagsimbiss schlechthin, der in einer Bar, Brasserie oder einem Café eingenommen wird. Der Croque Monsieur ist ein warmer Sandwich mit Emmentaler und Schinken. Es gibt auch gratinierte Varianten mit Emmentaler-Bechamelsauce. Die Croque Madame ist eine Variante serviert mit einem Spiegelei. Und so einfach ist es: 8 Toastscheiben buttern, 200 g Emmentaler in gleichgroße feine Scheiben schneiden. Die Käsescheiben auf 4 Toastscheiben verteilen und jeweils eine 1/2 Scheibe Schinken darauf legen. Mit der zweiten Toastscheibe bedecken. Ein Stückchen Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die Croque Monsieur hineingeben. Zunächst auf einer Seite anbraten und anschließend wenden. Die Croque Monsieur sollten knusprig braun sein, aber nicht verbrannt. Warm schmecken sie am besten. Kleine Varianten mit Tomaten- oder Ananasscheiben sind je nach Geschmack möglich. "Fast food" auf französisch!

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