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Landwirtschaftliche Reisen

Tierisch gut, frisch und fruchtig, alles Käse? Landwirtschaftliche Fachstudienreisen für Vereine und Verbände!

Frankreich ist schon aufgrund seiner flächenmäßig enormen Größe einer der wichtigsten Produzenten landwirtschaftlicher Produkte in Europa und ein idealer Partner für Besichtigungs- und Austauschprogramme. Obwohl das Kundensegment für landwirtschaftliche Fachreisen aufgrund des Rückgangs landwirtschaftlicher Betriebe eher kleiner wird, gehören diese untrennbar zum Angebot von Bonne France. Wir wissen um unsere Kompetenz und unsere vielfachen persönlichen Kontakte zu den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Produzenten und Betrieben. Somit können wir maßgeschneidert genau die Fachbesichtigungen und auch Austauschprogramme organisieren, die zur Interessenslage der Fachgruppe passen.

Landwirtschaftliche Fachreisen sind jedoch nicht nur ein Thema für Landwirte. Auch Bäuerinnenverbände und Landfrauenvereinigungen sowie landwirtschaftliche Vereine und Verbände aller Art möchten wir mit unserem Angebot ansprechen. Allen gemein ist, dass sie neben den Besichtigungen vor allem Wert auf gepflegte Hotels, gute Restaurants und lebhafte, interessante Besichtigungen legen.

Das weiße Bresse-Huhn mit seinem roten Kamm und den blauen Krallen ist das Symbol Frankreichs. Es stammt aus Freilandhaltung in der Bresse, einem seenreichen Gebiet nordöstlich Lyons. Flusskrebse, Karpfen und Hechte haben hier auch ein ideales Terrain.

Der Camembert steht an der Spitze aller Käse aus der Normandie und ist der wohlriechende Botschafter Frankreichs. Aus seiner Heimat stammen weitere Käse wie Pont-l’Évêque, Livarot und Neufchâtel. Aber auch alle anderen der mehr als 300 französischen Käsearten kommen aus Regionen, die ein lohnenswertes Reiseziel sind.

Noch aromatischer sind die Trüffel aus Frankreich, allen voran der Tuber Melanosporum, der nach seiner Heimat Périgord-Trüffel genannt wird, vornehmlich jedoch aus dem Tricastin im südlichen Rhônetal stammt. Aber auch andere Regionen wie Burgund, Champagne und Lothringen rühmen sich für ihre lokalen Trüffelsorten und den daraus bereiteten köstlichen Trüffelmenüs.

Mit einer Anbaufläche von fast 2 Mio. Hektar und einer Erntemenge von annähernd 16 Mio. Tonnen beläuft sich der Mais-Anbau auf das Vierfache der deutschen Produktion. Im weltweiten Vergleich liegt Frankreich damit auf Platz neun und ist das einzige westeuropäische Land in den Top Ten.

In Frankreich werden von über 2.000 landwirtschaftlichen Betrieben etwa 7.000 ha Tabak angebaut, damit nimmt Frankreich den fünften Rang in Europa ein. Im Durchschnitt besitzt ein Tabakpflanzer zwischen 1,5 und acht ha Anbaufläche, mit Schwankungen je nach Region und Art des Tabaks.

Linsen aus Frankreich, insbesondere die grünen Puy-Linsen mit der AOP Herkunftsbezeichnung aus der südlichen Auvergne sind ein Gedicht für Feinschmecker, auch wenn sie lange Zeit als „Kaviar der Armen“ ihren Ruf hatten. Rund 900 landwirtschaftliche Betriebe ernten auf ca. 4.500 ha eine Jahresmenge von 4.000 bis 5.000 Tonnen.

Der bretonische Hummer ist der Star auf jeder Speisekarte eines Top-Restaurants. Sein Lebensraum beschränkt sich in Frankreich zwar nicht nur auf die bretonische Atlantikküste, aber dort gehört der Hummer zum Angebot jedes guten Fisch- und Meeresfrüchtehändlers.

Dem Hummer gleich ist es auch mit den Austern. Ob aus Cancale in der Bucht des Mont-Saint-Michel, ob aus der Nordbretagne, aus dem Marennes-Oléron am Atlantik oder aus der Bucht von Arcachon – in einem Austernpark kommen Genießer auf ihre Kosten und Interessierte aus dem Staunen nicht mehr hinaus.

Angekommen im französischen Südwesten oder auch im Elsass ist die Foie Gras sicherlich die umstrittenste Delikatesse Frankreichs: Geliebt von Gourmets, gehasst von Tierschützern, in einigen Ländern verboten, in Frankreich aber nationales Kulturerbe: die Stopfleber von Gänsen und Enten. Einige wenige Mastbetriebe bieten Besichtigungen an, die nun auch ohne das Stopfen der Tiere Foie Gras herstellen.

Tierisch gut

Frankreich ist bekannt für seine Rinderzuchten ob im Limousin, im Aubrac oder im Burgund. Aus der letzteren Region stammt das bekannte Charolais, jenes stämmige Rind mit dem weißen Fell und erstklassigem Fleisch. Im Institut Charolais in Charolles wird nicht nur ausführlich über die Rasse informiert, es können auch Degustationen und Sonderprogramme für Fachgruppen organisiert werden.

Ebenso typisch für Frankreich ist die Schneckenzucht. Eine besonders interessante Zucht befindet sich in der klassischen Schneckenheimat Burgund ca. 30 Minuten nördlich von Dijon. Je nach Jahreszeit können Sie hier alle Stationen einer artgerechten Freilandhaltung zwischen verschiedenen Gemüsearten und Salaten entdecken.

In der Normandie gibt es die meisten Pferdegestüte des Landes. Für Pferdezüchter wie für Liebhaber des Reitsportes gleichsam geeignet sind Besuche in den Landesgestüten oder bei privaten Züchtern, die sich meist auf eine Pferderasse spezialisiert haben, wie z.B. Gestüt „de Tachincourt“ für Boulonnais-Pferde oder Gestüt "l´Elevage du Bon-Coin“ für Boulonnais Pferde.

Wer die traditionelle Arbeit der Stierzüchter in der Camarque entdecken möchte, ist auf der Manade Arnaud bei Saintes-Maries-de-la-Mer genau richtig. Hier wird nicht nur die Arbeit mit Pferd und Stier vorgeführt, sondern für Reisegruppen auch frisch gekocht.

Frisch und fruchtig

Aus der Bretagne kommen Artischocken und Meeresalgen. Beides heute fast schon luxuriöse Produkte für die feine französische Küche. Wir nehmen Sie mit zu Gemüsebauern im Nordwesten genau so wie im Süden des Landes, wo Melonen von Cavaillon und Speise-Lavendel beheimatet sind. Und mit dem größten Obst- und Gemüsemarkt des Landes eine kulinarische Rarität zu sehen ist.

Schon eine Selbstverständlichkeit sind die mehr als 600 Winzer in Frankreich, mit denen Bonne France zusammenarbeitet und die nicht nur ihre Weinkeller öffnen, sondern auch fachliche Exkurse in die Weinreben anbieten und hochwertige Degustationen unter Profis!
Manch ein Landwirt in Frankreich hat sich gar vollständig auf den Empfang von Fachgruppen ausgerichtet und erntet mitunter mittlerweile seltene Pflanzen und Früchte. Auch in der Umgebung von Paris auf dem Bauernhof Perriere vor den Toren der Stadt Chartres mit einem Angebot von mehr als 50 Früchten, Blumen und Gemüsen.

Doch auch im Winter ist Frankreich ein Reiseziel für Landwirte, wenngleich der Besuch einer Trüffelplantage nicht direkt Ideen für den heimatlichen Betrieb gibt, aber ein lohnendes und vor allem leckeres Ziel ist.

Hier ist alles Käse

Ein Land mit mehr als 365 offiziell anerkannten Käsesorten soll unregierbar sein, hat der ehemalige Präsident de Gaulle einmal gesagt. Seit seiner Zeit sind noch ein paar Dutzend weitere AOC-Sorten dazu gekommen und so können wir heute eine Vielzahl von Käsereien im ganzen Land besuchen und Käse verkosten. Besondere Erlebnisse dabei sind unsere Ziegenbauernhöfe mit eigener Käserei in der Normandie und im Elsass. Aber auch herzhaften Kuhmilchkäse im Burgund, in der südlichen Champagne, in den bergigen Alpen und in der Auvergne.

Der Bauch Frankreichs

Der Großmarkt von Rungis im Süden von Paris, gleich neben dem Flughafen Orly, ist der weltweit größte Umschlagplatz von frischen Lebensmitteln. Jede Nacht gleicht dieses unvorstellbar große Gelände einem emsigen Bienenstock, so schwirren tausende Mitarbeiter zwischen Anlieferung, Markthallen und Auslieferung hin und her. Ob in der Fisch- oder der Fleischhalle, ob bei Gemüse, Obst, Käse und allerlei Milchprodukten – das Angebot ist unvorstellbar groß und die frühmorgendliche Besichtigung ab ca. 05:00 Uhr endet dann mit einem herzhaften Frühstück, das für die Arbeiter dort das Abendessen darstellt.