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Provence - Alpes - Côte d'Azur

Lavendelfelder und Pastis. Olivenbäume und tiefblaues Mittelmeer. Die Provence – Lebensfreude pur

Sind es die faszinierenden Bauten der Römer, die einem in der Provence stets begegnen? Ist es das geruhsame und gesellige Leben der Provençalen? Oder die leckere Küche, der fruchtige Wein, die gesegneten Landschaften? Lassen Sie sich verzaubern!

Die Sonne macht diese Region zu einem gesegneten Land: sie lässt die Südhänge der Alpen in einem lieblichen Licht erstrahlen, sie gibt den Melonen von Cavaillon ihre Süße und den goldenen Muscat-Trauben ihr fruchtiges Aroma, sie erleuchtet die bemerkenswerten Baudenkmäler aus der Römerzeit. Die Sonne überflutet die Strände der Côte d'Azur, sie beschwingt das Parfüm der Lavendelblüten, sie spiegelt sich im Canyon du Verdon und in den Seen der Camargue. Die Sonne ist immer dabei!

Ein Land über dem der Duft von Thymian und Lavendel schwebt, überall die Zikaden zirpen, wo in alten Bruchsteindörfern die Brunnen plätschern und in beschaulichen Kleinstädten sichtlich zufriedene Menschen unter Schatten spendenden Platanen sitzen, um ihren Pastis, Rosé oder Café zu schlürfen und dabei Boule spielenden Baskenmützen zuschauen.

Der Mythos Provence lebt von Gegensätzen. Nach unbeschreiblichem Luxus an der Küste trifft der Reisende nur wenige Kilometer entfernt auf verschlafene Dörfer in fast menschenleeren Landschaften. Hier erstrahlt der Himmel in voller Klarheit, duftet der Lavendel stärker, verläuft das Leben geruhsamer. Die Landschaft breitet sich wie ein Flickenteppich zu Füßen der Berge von Vaucluse, Luberon und Seealpen aus: Obst- und Gemüsefelder, Wein, Oliven- und Mandelbäume. Dazwischen immer wieder mächtige Hecken von Zypressen und Platanen, zum Schutz vor dem Mistral. Und vollständig durchzogen von Rhône und Durance mit all ihren Bewässerungssystemen. Ganz oben, auf den ausgelaugten Kalkfelsen, wachsen nur noch Steineichen und jede Menge Gestrüpp. Auf einem Ausläufer der Bergkette thront ein Dorf, von weitem sieht es wie eine einzige, große Festung aus.

Hier einen Tag zu gestalten fällt schwer, so groß ist das Angebot: vielleicht zum Einkaufen nach Aix, auf den Wochenmarkt von Apt, ein Besuch in der Ölmühle in Maussanne, auf Stippvisite bei den Römern in Arles, zu den Boulespielern im Jardin de la Fontaine in Nîmes, durch die Ockersteinbrüche von Roussillon klettern, eine köstliche Bouillabaisse am alten Hafen von Marseille schlemmen, oder einfach nur in aller Ruhe auf irgendeinem Dorfplatz einen kühlen Pastis unter schattigen Platanen genießen. C’est bon, la vie!

Essen & Trinken

Lavendel-Exkurs
Provence und Lavendel gehören zusammen. Bereits im Mittelalter pflanzten Mönche Lavendel in den Klostergärten und nutzten sie wegen ihrer Heilkraft: "vier Tropfen Lavendelessenz in einem Löffel Wein lassen Migräne verschwinden und kräftigen den Magen!"
Der endgültige Durchbruch der Pflanze kam mit der Parfumindustrie, die den Lavendelanbau im großen Stil forcierte. Aus 100 kg Lavendelblüten werden 1-2 kg Essenz gewonnen.
Heute wird Lavendel nicht mehr nur äußerlich angewandt: als Bonbons und Gelee, in der Crème brûlée oder auch als Eis mundet Lavendel sehr.
Ratatouille
Für einen großen Topf Ratatouille 2 kg reife Tomaten mit kochend heißem Wasser abspülen, schälen, entkernen u würfeln. In einem Schmortopf in 5 EL Olivenöl, mit Thymian, Lorbeerblatt, einem Strauß Petersilie u einer zerdrückten Knoblauchzehe zu einem Püree mit einer Prise Zucker langsam einkochen. 800 g Auberginen schälen u in Würfeln mit Salz schwitzen lassen. 400 g Paprikaschoten entkernen u in Olivenöl die Außenseite anbraten, dann abkühlen lassen u die Haut abziehen, in die Pfanne zurücklegen u fertig garen. 800 g Zwiebeln fein hacken u in Olivenöl andünsten, nicht bräunen, die Paprikaschoten dazugeben. Auberginen vom Salz abspülen u in Öl 15-20 Min dünsten. Gleichzeitig auch die Zucchini getrennt dünsten. Auberginen u Zucchini zu den Zwiebeln u den Paprikaschoten geben. Aus dem Tomatenpüree die Kräuter entfernen, gut salzen u pfeffern u unter das Gemüse heben. Dazu schmeckt Weißbrot u ein trockener Rotwein. Bon Appétit !

Reisetipp

Auf den Spuren von Cézanne
Die Stadt Aix-en-Provence hat ein berühmtes Aushängeschild zu bieten: Paul Cézanne, die Leitfigur des Impressionismus. 1839 wurde dieser wichtigste Maler des 20. Jhds hier geboren. Und nach vielen anderen Stationen kam er in seine Heimatstadt zurück. Im Gegensatz zu anderen berühmten Malern blieb Cézanne zu Lebzeiten der Erfolg verwehrt. Heute dagegen erzielen seine Werke Millionen. Ein eindrucksvoller Rundweg "Auf den Spuren von Cézanne" führt zu den Orten und Plätzen in Aix, die das Leben des Malers prägten. Zum Auftakt empfiehlt sich eine Führung durch das Musée Granet, wo sich der junge Künstler in der städtischen Zeichenschule sein Können erarbeitet hat. Eine weitere Spur Cézannes führt ins "Café des Deux Garcons". Viele Stunden hat er hier verbracht. Nicht nur Skizzen fertigte er dabei an. Er schrieb auch Briefe, etwa an seinen Sohn kurz vor seinem Tod 1906. Das 1792 gegründete Café gehört heute zu den vornehmsten und beliebtesten Treffs. Besonders die weite, von Platanen beschattete Terrasse vermittelt noch den Eindruck mondäner, beschaulicher Tage.

Wissenswertes

Les Chorégies d’Orange
Operngenuss pur beim Duft des Lavendels in südlichen Sommernächten. In Orange findet eines der ältesten und besten Opernfestivals Frankreichs statt. Das Théâtre Antique von Orange ist ein vollständig erhaltenes Amphitheater aus der Römerzeit und eines der schönsten dazu. Es fasst 9.000 Zuschauer, hat eine über 100 Meter breite Bühne und verfügt über eine hervorragende Akustik. Seit 1971 gibt es die Veranstaltungsreihe Les Chorégies d’Orange, die sich seither eines großen Erfolgs erfreut. Seither werden lyrische und musikalische Werke aufgeführt. Das Who is Who der internationalen Opernsänger findet sich hier ein und erbringt jedes Jahr aufs Neue den Beweis, dass Les Chorégies d’Orange mit Recht zu den Spitzenfestivals Frankreichs zählt. Bedingt durch die Tatsache, dass die Veranstaltungen abhängig vom Wetter stattfinden, ist die Zusammenarbeit mit einem Profi wie Bonne France sehr zu empfehlen. Damit Sie sich voll und ganz auf Ihre Reisegäste konzentrieren können.

Santons — die Provence en Miniature
Weihnachtskrippen haben in der Provence eine lange Tradition. Einst nur mit stoffbekleideten Figuren in den Kirchen fanden Krippen zur Zeit der Revolution auch in den Häusern Einzug. Allerdings mit damals preiswerteren, bemalten Tonfiguren. Der Name Santon kommt vom provenzalischen Wort "santoùn", was "kleiner Heiliger" bedeutet, wobei die meisten Figuren heute mehr das Leben in der Provence mit Bäcker, Koch, Müller und Gendarme darstellen, als klassische Figuren der Weihnachtsgeschichte. In Aix-en-Provence gibt es sehenswerte Ateliers und unweit von Arles die einzigartige Ausstellung "Petite Provence du Paradou".